Was im Dunklen geschieht
Zwšlf Tage!
So lange sa§ er schon in dieser kleinen Rettungskapsel.
Seit zwšlf Tagen wartete er auf Hilfe!
Und seit zwšlf Tagen musste er sich mit diesen GlatthŠutern auf engstem Raum abfinden. In der Rettungskapsel stand die Luft und teilweise tropfte Kondenswasser von der Decke.
Diese GlatthŠuter, die sich Menschen nannten, hatten ihre RaumanzŸge ausgezogen und sa§en in UnterwŠsche da. Er konnte den Schwei§ auf den Kšrpern sehen und vor allem riechen. Es widerte ihn an.
Auf der CHARLES WILKES, ein Kriegsschiff der Menschen und in diesem Fall auch seines, seit er zur Raumflotte gegangen ist, konnte er seiner Arbeit nachgehen und den Menschen dort zum Teil aus dem Weg gehen. Der Agame, ein widerliches Wort, wie er fand, aber die offizielle Bezeichnung der Menschen fŸr sein Volk, war der erste Gushghuh, so war ihr Eigenname, der zur Raumflotte zugelassen wurde, seit die Gushghuh der Gemeinschaft der Wiege der Menschheit beigetreten sind. Seit drei Jahren tat er Dienst auf der CHARLES WILKES und jetzt ist sie weg - zerstšrt, wie die anderen sechs Schiffe der Flotte. Sie wurden plštzlich im leeren Raum von den Mala Societas angegriffen, als sie auf dem Weg nach der Kolonie Neu Oldenburg waren, um ihr beizustehen. Und das nach drei§ig Jahren Frieden. Am 4. September 2604 sollten die Feierlichkeiten stattfinden. Sie fingen verhei§ungsvoll an, aber die Mala Societas fielen Ÿber die Kolonien der Wiege der Menschheit her.
Und das war jetzt zwšlf Tage her. Und seitdem sendete die
Rettungskapsel ununterbrochen ein Notsignal, das aber, so
wie es aussah, keiner empfing. Sonst wŠren sie schon gerettet worden oder, was makaber wŠre, abgeschossen. Und das in einer Rettungskapsel die eigentlich zur Rettung da war. Er lachte laut und kratzte sich mit seiner Klaue Ÿber seinen rot-grŸn geschuppten Kopf.
ãWas lachen Sie denn schon wieder, Tesh?Ò, fragte der Sergeant von der linken Bank.
Tesh, ja das war sein Name. Einfach und kurz. Ohne irgendwelche AnhŠngsel, Nachnamen und Dienstgrade. Okay, jetzt hatte er einen Dienstgrad: Lieutenant - aber das gehšrte bei dieser Raumflotte dazu und er hatte sich damit abgefunden. Das Drehen des Stuhls, der vor dem Bedienelement stand und auf dem er unbequem sa§, weil sein Schwanz im Wege war, ging nicht so einfach. Das Steuerpult befand sich gegenŸber dem Schott, durch das sie alle herein gekommen waren.
Tesh blickte den gro§en Mann in der Uniform der Bordeigenen Polizei an. Er mochte ihn nicht. Der Blick des Mannes war verschlagen und bšse. Als wŸrde er etwas planen. Er brachte seinen Unmut immer šfters und extremer hervor.
Aber das war in dieser Situation nicht schwer. Sie waren zu fŸnft in einer Kapsel, die fŸr achtzehn Lebewesen ausgelegt war. Also genug Notrationen und Platz, aber die Menschen standen vor einem Raumkollaps. FŸr den Gushghuh war es kein Problem, da sein Volk eigentlich nur zur Paarung zusammen
kam und ansonsten zum Teil die Einsamkeit bevorzugte.
Die ersten drei Tage war fŸr den Gushghuh die Hšlle. Die zwei Frauen waren an heulen und teilweise hysterisch und die beiden MŠnner brŸllten sich nur an, weil jeder besser wusste, was gemacht werden sollte. Tesh ging am dritten Tag dazwischen und regelte es auf seine Weise. Seitdem ging es ruhiger zu.
ãIch muss nur Ÿber unsere klŠgliche Lage lachen, SergeantÒ, meinte der Gushghuh und lachte erneut. Es hšrte sich wie ein fauchen an, aber es war Teshs Art zu lachen. Er wusste, dass es die Frauen nicht mochten, weil es sich gefŠhrlich anhšrte. ãWir treiben schon seit Tagen durchs All und es passiert nichts. Das ist doch zum Lachen!Ò
ãDann noch immer nichts, Lieutenant?Ò, fragte die 19-jŠhrige Daniela Christen, die als Crewmen erst vor vier Wochen auf die CHARLES WILKES gekommen war und gleich in ein solches Schlamassel geraten ist.
ãLeider nein, DanielaÒ, sagte der Gushghuh ernst und starrte die dunkelblonde Frau an. Er mochte diese Frau irgendwie. Sie war selbst in dieser Situation ihm gegenŸber immer freundlich und offen gewesen. Sie lŠchelte ihn an.
ãHaben Sie auch den Sender richtig eingestellt? Oder haben sie nur herum gepfuscht.Ò
ãSergeant!Ò, rief Master Chief Larry Mason dazwischen. ãWie oft sollen wir es denn noch diskutieren? Der Sender funktioniert. Wir haben es doch selbst kontrolliert.Ò
ãHšren Sie auf den Chief, PabloÒ, sagte Imani Chui, die rechts neben dem Sergeant auf dem Boden lag. Die 45-jŠhrige Frau, mit der kaffeebraunen Haut, rotbraunen kurzen Haaren und aus Mombasa stammend, wie Tesh mitbekommen hatte, lag ausgestreckt und starrte zur Decke.
Ihr gegenŸber auf der Bank sa§ der 55-jŠhrige Chief und
schaute Grimmig drein. Irgendetwas beschŠftigte den Mann,
das wusste Tesh, aber er konnte nicht definieren was.
Und links daneben sa§ die Crewmen und schien ihn zu beobachten. Aber das konnte nicht sein. Denn in der Kapsel war es Stockdunkel. Um Energie zu sparen hatte der Gushghuh nicht notwendige Energieverbraucher abgeschaltet. Einen erfreulichen Nebeneffekt hatte es auch noch: Die Menschen brauchten sich nicht sehen.
Nur er konnte im Dunkeln alles sehen!
Dieser eckige Kasten, sechs Meter lang, fŸnf Meter breit und zweimeterfŸnfzig hoch, hatte drei Sitzreihen mit Gurten fŸr jeweils sechs Lebewesen. In der Mitte sa§ niemand. Ein Stuhl vor dem Steuerpult der Kapsel, ermšglichte das Rausgucken aus dem Bullauge, welches in der abgeschrŠgten Wand intrigiert war. Der Lieutenant wusste, dass die Au§enma§e der Kapsel viel grš§er waren, immerhin mussten die Lebenserhaltung, Antrieb und Energiereserven untergebracht werden, nur nicht wie gro§.
Er konnte sie alle Beobachten - niemand ihn.
Sie sa§en alle auf den PlŠtzen die sie seit der Absprengung der Kapsel eingenommen hatten. Jeder von den Menschen hatte sein Reich.
ãHat jemand Hunger?Ò, fragte der Gushghuh und erhob sich vom Stuhl. Mit festem Tritt, der immer wieder ertšnte, als er auf den metallischen Boden traf, ging er rechts an der mittleren Bank vorbei und hielt sich Richtung der jungen Frau. Nach vier Schritten hatte er die Notrationen erreicht, die auf der Bank lagen. Tesh nahm sich etwas, riss die Verpackung auf und biss Herzhaft hinein. Es schmeckte wunderbar. Als wenn er auf GushÕGuash, seinem Heimatplaneten, im besten Restaurant ein saftiges JhuÔJhu-
Steak bestellt hŠtte. Halbblutig und sehr Zart. Es zerfiel
schon auf seiner gespaltenen Zunge.
ãHey, LieutenantÒ, rief Sergeant Pablo Sanchez dazwischen,
ãfuttern Sie uns nicht alles weg, wir wollen auch noch was.Ò
Tesh hšrte wie sich der Sergeant bewegte und wohl versuchte eine bequemere Sitzposition zu finden. Er fluchte leise vor sich hin. Und trotzdem sa§ er genauso auf seinem Platz, als der Gushghuh hinŸber schaute, wie vorher.
ãMensch, Pablo, kannst Du denn nicht langsam mal aufhšren Dich stŠndig hin und her zu bewegenÒ, murmelte Imani Chui vom Boden her. ãIst ja nicht zum aushalten. – Und Tesh, mŸssen Sie denn beim Essen immer so laut schmatzen.Ò
ãOh, war ich schon wieder so Laut?Ò
Imani Chui nickte.
ãTut mir Leid, Imani, wird nicht mehr vorkommen.Ò
Der Gushghuh nahm sich eine Flasche Wasser und schluckte das warme Nass hinunter. Eine Wohltat fŸr ihn. Er mochte es warm und feucht. Wie zu Hause auf GushÕGuash – einem Dschungelplanet.
ãDas wird nie was, LeuteÒ, lie§ Pablo Sanchez seinen Unmut raus. ãDas wird bšse enden. Die werden uns nie finden. Wir werden alle in dieser Kiste verrecken – sterben, hšrt ihr, sterben werden wir hier. Wer wei§ ob von der Flotte noch etwas existiert. Wahrscheinlich sind sie alle tot. Die Menschheit gar vernichtet – ausgerottet.Ò Der 35-jŠhrige Mann legte den Kopf in Nacken und lachte hŠmisch. ãWir sind die Letzten der glorreichen Wiege der Menschheit.Ò
ãHalten Sie die Klappe, Pablo. Was soll die unnštige Panik?Ò, sagte Larry Mason dazwischen. ãWir sitzen alle im selben Boot und wissen wie es um uns bestellt ist. Wir
werden gefunden. Da glaube ich fest dran.Ò
ãIch muss in diesem Fall aber Pablo recht gebenÒ, sagte Imani Chui. ãWarum sind wir denn noch nicht gefunden, Chief? Und wo sind die anderen Rettungskapseln der Flotte? Die kšnnen doch nicht einfach verschwunden sein.Ò
ãIch habe die VermutungÒ, begann Tesh, ãdas die CHARLES WILKES das einzige Schiff ist, das ihre Rettungskapsel ausschleusen konnte. Ein Teil wurde bei der Explosion zerstšrt und die anderen entweder von den Mala Societas abgeschossen oder sie sind in andere Richtungen davon geflogen.Ò
ãAber trotzdem muss doch Jemand unser Notsignal hšrenÒ, sagte Daniela Christen und die Anderen konnten hšren, dass sie weinte. ãIch will nach Hause – zu meiner FamilieÒ, schluchzte sie. ãIch muss wissen wie es ihnen geht.Ò
ãDas wollen wir alle, mein KindÒ, sagte Larry Mason
mit vŠterlichen Stimme. ãIch mšchte auch wissen wie es meiner Frau und unseren Kindern geht. Meinen Enkelkindern. Ich hatte sie das letzte Mal kurz vor dem Abflug der Flotte gesehen. Das ist vor vier Monaten gewesen.Ò
ãDa hatte ich auch meinem Mann und unsere Tochter das letzte Mal gesehenÒ, teilte Imani Chui leise mit. ãIch vermisse sie so.Ò
ãWir werden sie nicht wieder sehenÒ, sagte der Sergeant mit
ernster Stimme. ãDaran wird ihr Glaube auch nichts Šndern,
Chief.Ò Nach kurzer Pause fŸgte er kleinlaut hinzu: ãBei mir wartet nur meine alte Mutter.Ò Er rŠusperte sich. ãSie wird wahrscheinlich schon tot sein. Sie war immer so Šngstlich und wollte nie, dass ich zur Flotte gehe. Wenn die Mala Societas die Erde angegriffen haben, wird sie unter den ersten Opfern gewesen sein. Gestorben an einem Herzinfarkt.Ò Er lachte gequŠlt. ãAber ich vermisse sie und will wissen was mit ihr ist. Sie ist das einzige was ich neben der Flotte noch habe.Ò
ãWas ist mit ihrer Familie, Lieutenant?Ò, Ÿberraschte die
Crewmen den Gushghuh mit der Frage.
ãIch habe eine Frau auf GushÕGuash. Und fŸnfzehn Kinder. Ich vermisse sie sehr.Ò Mehr sagte er dazu nicht. Es war schon zu viel.
ãFŸnfzehn Kinder!Ò, brach der Sergeant freudig hervor. ãDa hatten Sie wohl kein anderes Hobby, was. Da sind Sie aber voll rangegangen.Ò
Irritierend guckte Tesh durch das Dunkel auf den Polizisten. ãWie meinen Sie das, Sergeant?Ò
ãBei so vielen Kindern, mŸssen Sie doch viel Spa§ gehabt haben. – Sex und so. Immerhin kommen die Kleinen nicht von selbst.Ò
ãDoch, sicherÒ, sagte der Gushghuh ernst. ãWie denn sonst. Die Kinder mŸssen sich ihren Weg selbst erkŠmpfen.Ò
ãWie meinen Sie das denn?Ò, fragte Daniela Christen jetzt interessiert. In der Hoffnung ein wenig abgelenkt zu werden.
ãWenn die Kinder bereit sind, mŸssen sie selber die harte Schale aufbrechen und dann kšnnen sie zum ersten Mal die Luft von GushÕGuash riechen.Ò
ãSie brŸhten Eier aus?Ò, fragte Pablo verblŸfft und stie§ eine AusdŸnstung ekligen Geruches aus. ãSorry.Ò
ãDas ist ja widerlich, SergeantÒ, rief Imani Chui aus. ãKšnnen Sie uns nicht vorwarnen?Ò
Der Gushghuh konnte sehen, wie die Wissenschaftlerin sich
die Nase zuhielt. Diese Menschen stinken, das stellte er
erneut fest.
Die Lebenserhaltung musste dagegen ankŠmpfen. Ein unnštiger Verbrauch von Energie.
ãDas hŠlt ja wirklich keiner ausÒ, fluchte der Sergeant
selbst. ãDa habe ich wohl irgendetwas nicht vertragen.Ò
ãVielleicht sollten wir die TŸr šffnen und lŸftenÒ, sagte die 19-jŠhrige Frau lŠchelnd und rŸmpfte die Nase.
Alle mussten lachen und verga§en fŸr einen kurzen Moment die Situation, in der sie sich alle befanden.
Tesh genoss diese Momente, wenn die GlatthŠuter lachten. Da war die Spannung zwischen ihnen fŸr Augenblicke verschwunden und man hŠtte meinen kšnnen, dass alles in Ordnung ist. Er hatte sich noch ein StŸck Trockenfleisch geschnappt und dann wieder auf den Stuhl begeben. Die GerŠte zeigten noch immer nichts an.
Wo waren denn alle Schiffe der Wiege der Menschheit?
Die konnten doch nicht alle verschwunden sein.
Ein schriller Schrei lie§ dem Gushghuh erschrecken. So etwas hatte er noch nie gehšrt.
ãWas krabbelt da Ÿber meine Beine?Ò, schrie Imani Chui und wischte sich immer wieder Ÿber ihre Beine. ãMacht es weg, macht es weg.Ò
Tesh betrachtete sich die Beine und konnte aber nichts sehen. ãDa ist nichts, Imani. Sie mŸssen sich geirrt haben.Ò
ãSehen Sie das denn nicht?Ò Ihr Schreien wurde verzweifelt und noch immer wischte sie sich Ÿber die Beine. Plštzlich waren ihre HŠnde Ÿberall. ãMacht sie weg. Sie sind Ÿberall.Ò
Jetzt drehte sich die Wissenschaftlerin Ÿber den Boden hin und her. Wuselte durch ihre Haare und schrie immer Lauter.
Tesh hatte es von einem Menschen so noch nie gehšrt. Es
drang in eine Tonlage vor, die ihn Schmerzte. Also beschloss er, etwas dagegen zu tun. Direkt rechts neben ihm befand sich einer der Notfallkoffer, in dem sich Medikamente zur Beruhigung befanden.
Er hatte sich eine Spritze genommen und wollte sie der Frau verabreichen, als er sah, dass sich der Sergeant darum gekŸmmert hatte.
ãWas haben Sie gemacht?Ò
ãIhr eine verpasst, Tesh. Jetzt ist sie erst Mal bewusstlos. Machen Sie das Licht an, damit wir sehen kšnnen, was los istÒ, sagte Pablo Sanchez.
ãEinverstanden, SergeantÒ, sagte Tesh und machte die Beleuchtung an. Das grelle Licht blendete alle.
ãOh Mann, ist das HellÒ, brachte Daniela hervor und hielt ihre linke Hand vor die Augen. ãWas ist denn jetzt mit Imani?Ò
Tesh hatte sich Ÿber sie gebeugt und begutachtete das Ausma§. ãSie hat sich in der kurzen Zeit alles zerkratzt. Ihre WŠsche ist teilweise blutig und zerrissen.Ò Er kontrollierte die Vitalwerte. ãSie ist erschšpft. Atmung und Puls gehen langsam. Sie muss unbedingt zum Arzt. Ihr Kšrper braucht unbedingt FlŸssigkeit.Ò
ãEs sind Kochsalzlšsungen daÒ, meldete sich Larry Mason.
ãWir mŸssen Imani eine Infusion verabreichen, bevor sie
weiter hydriert.Ò
ãDann reichen Sie mal eine rŸberÒ, sagte der Gushghuh. Er wusste nur noch nicht wie er die Infusion anbringen sollte, aber er wŸrde es schon hinbekommen. Immerhin hatte er noch nie so etwas an einem Menschen praktiziert. Der Chief gab
ihn eine Plastikflasche, Schlauch und eine Nadel.
Er bekam es besser hin als erhofft. Die Flasche hatte er an
der RŸckenlehne des Sitzes festgemacht. Jetzt drang die Lšsung in den Kšrper ein. Er legte noch die Beine hoch. Tesh war zufrieden mit sich.
ãWir lassen sie liegen und beobachten sieÒ, sagte der Gushghuh und setzte sich wieder auf seinen Stuhl.
ãIch Ÿbernehm die erste WacheÒ, sagte Daniela Christen.
Tesh nickte nur und blickte durch dass Bullauge nach Drau§en.
Es wurde Zeit, dass sie gefunden wurden. Es wird nicht lange dauern, bis der NŠchste halluzinierte. Vielleicht ist es er sogar selbst. Und das wollte er verhindern. Er wusste nicht, wie lange sie es noch aushalten werden.
ãLogbuch: Captain BartholomŠus Craven. Lazarettschiff POST MORTEM, 19. September 2604, 18:00 Uhr.
Heute haben wir eine Rettungskapsel der CHARLES WILKES aufgefischt. Sie trieb seit 15 Tagen durchs All. Ein †berlebender und vier verwesende Leichen. Die Leichen sind seit zwšlf Tagen tot. So wie es aussieht von dem Agamen getštet. Es gibt Bisswunden, die zum Tod gefŸhrt haben und andere die Post Mortem zugefŸgt wurden.
Verwesungsgeruch und Maden machten die AufrŠumarbeiten nicht leicht. Trotz der vielen Notrationen, sind die Leichen von dem †berlebenden gegessen worden. Der Agame hat sich an ihnen genŠhrt. Der war ganz wirr und schien mit den Leichen noch zu reden. Er hatte einer der Toten eine Infusion angelegt. Wir konnten uns nicht erklŠren, was mit dem Agamen los war, bis wir im medizinischen Datenarchiv nachschauten. Die Agamen bzw. Gushghuhs reagieren auf rohes Fleisch empfindlich. Durch ihre leichte Empathie nehmen sie die Geister der toten Tiere auf und kšnnen mit ihnen noch kurz kommunizieren bzw. ihr Leben erleben. So verrŸckt es sich anhšrt. Die Agamen Ÿberwinden dies allerdings meistens innerhalb einer Stunde. Aber in diesem Fall hat sich der Agame stŠndig an den Toten genŠhrt und kam aus dieser Trance nicht mehr heraus. Und es lag wohl daran, dass diese Geister stŠrker waren, als die der Tiere. Er glaubte bis zuletzt, dass sie noch am Leben sind.
Es muss die Hšlle sein.
Logbuch Ende.Ò