Spezies X72-15C
T-5
ÈIst dies die Invasion einer au§erirdischen Rasse?Ç Die Stimme des Journalisten hallte aus dem Lautsprecher.
Schlagartig horchte Melvin auf. FŸr einen Moment hšrte er auf zu drŠngeln. Sean konzentrierte sich auf den Bildschirm in der Ecke.
ÈGestern Abend erreichte uns durch geheime Verbindungen ein Bild der Deep Space Endeavour, einem Erkundungsschiff in den Šu§eren Randbezirken des Adler-Nebels.Ç
Sie blendeten das Bild unvermittelt ein. Sean betrachtete es konzentriert, konnte jedoch nichts AuffŠlliges erkennen. Er sah die DS-Endeavour, wie sie mit langsamer Fahrt durch den Weltraum glitt. Am unteren Rand waren Teile des besagten Nebels zu sehen. Erst, als der Sender einige kleine rote Kreise darŸber legte, verstand er. An der Au§enhŸlle des Schiffes kletterten Lebewesen entlang. Sie waren verdammt gro§, und sie schienen sich durch die HŸlle zu fressen. Sean konnte keine Details erkennen, doch klaffte ein ernst zu nehmendes Loch direkt neben einem der Dinger. Ein Schauer Ÿberkam ihn. Sofern dies keine Propaganda war, dŸrfte es im Weltraum bald heikel werden.
Auf ein RŠuspern Melvins hin drehte sich Sean herum. ÈWas soll die Eile?Ç
È€hm ...Ç, begann Melvin abgehackt. ÈDr. Xintang sagte, es sei von allergrš§ter Dringlichkeit.Ç
Sean sah ihn entnervt an, dann ging er in Richtung des Labors los. Melvin folgte ihm wortlos.
T-4
ÈWas zum Teufel ...Ç Sean wurde durch eine weitere Gasexplosion unterbrochen.
ÈWas jetzt?Ç Wollte er wissen.
Melvin sah sich um, gehetzt, Šngstlich. Dann wies er mit der Hand auf das, was einmal Dr. Xintangs BŸro gewesen war. Die Beiden liefen in geduckter Haltung durch das TrŸmmerfeld des Labors, bis sie fanden, wonach sie suchten.
ÈNein!Ç Melvin stŸrzte mit einem Aufschrei auf Dr. Xintang zu. Der in die Jahre gekommene Wissenschaftler lag RŸcklinks auf dem Boden und rŸhrte sich nicht.
Melvin begann unbeholfen, an ihm zu rŸtteln. Bevor Sean ihn davon abhalten konnte, erwachte der Doktor plštzlich.
ÈWie geht es IhnenÇ, wandte sich Sean an ihn.
Dr. Xintang wirkte benommen. Als er zur Antwort ansetzte, brach die Hšlle erneut Ÿber ihnen herein. Bewaffnete MŠnner stŸrzten ins Labor und schrien Befehle. Dann waren sie heran.
ÈMitkommen!Ç, raunte einer mit befehlsgewohnter Stimme. Sean wollte sich widersetzen, dann sah er die Abzeichen des MilitŠrs und entschied, er kšnne und wolle es mit denen nicht aufnehmen.
T-3
Die TŸr ging auf und ein niederrangiger Soldat kam schnurstracks auf den General zumarschiert. Dezent beugte er sich herunter und flŸsterte dem dicklichen Mann ins Ohr. Ein knappes Nicken war die einzige Reaktion, die der General Ÿber sich brachte.
ÈGutÇ, sagte er, als der Soldat den Raum verlie§. ÇWir haben die Verantwortlichen unschŠdlich gemacht.Ç
ÈWer war es?Ç, brach es aus Melvin heraus.
General Hutchins zuckte mit den Achseln. ÇAnti Gentest Aktivisten. Ein paar Hirnlose, die nicht kapieren, worum es hier geht.Ç
ÈWorum geht es denn hier?Ç Sean lehnte sich auffordernd nach vorn.
ÇAh, jetzt kommen wir zur entscheidenden Frage.Ç Ein LŠcheln umspielte die ZŸge des Generals. ÇSergeant!Ç Ein gebellter Befehl, der keine Verzšgerung zulie§. TatsŠchlich verdunkelte sich der Raum augenblicklich und ein gro§er Bildschirm tauchte an einer der WŠnde auf. Das Bild der DS-Endeavour erschien, das mit den kleinen roten Kreisen und den Aliens an der Au§enhŸlle. ÈVielleicht haben sie dieses Bild schon gesehenÇ, fuhr der General unvermittelt fort. ÈVerdammte JournalistenÇ, murmelte er mehr zu sich selbst. ÇDiese hier, kennen sie aber noch nicht.Ç
Eine Serie von Bildern huschte Ÿber den Schirm. Nach und nach zeigten sie, wie die Endeavour auseinandergerissen wurde. Menschliche Kšrper trieben leblos durch den Weltraum.
ÈDies ist nur eines von vier Schiffen, das wir in den letzten Monaten an den Feind verloren haben.Ç
ÈDen Feind?Ç Seans Neugierde wuchs.
ÈDie Au§erirdischen, Aliens, Weltraum-Atmer... wir haben ihnen noch keinen richtigen Namen gegeben.Ç
ÈWas haben wir damit zu tun?Ç Wollte Sean wissen.
Der Blick des Generals wurde ernster. ÈWir? Nur bedingt? Sie ...Ç, er deutete mit einem fleischigen Zeigefinger auf Sean, È... jede Menge.Ç
Nun war es Sean, dessen Blick sich festigte. ÈWas soll das hei§en?Ç
ÈSergeant!Ç, rief der General erneut.
Das Bild eines der Au§erirdischen erschien auf dem Schirm.
ÈSpezies X72-15C ist uns feindlich gesinnt.Ç Der General erklŠrte im nŸchternen Ton eines Lehrers. ÈIhre durchschnittliche Kšrpergrš§e belŠuft sich auf knapp vier Meter. Sie bestehen aus organischem Material, das auf einem Exoskelett aus einem uns unbekannten Metall wŠchst. Sie gehen strategisch und aggressiv vor. Ihre Ausbreitungsrate im Universum betrŠgt 2,3 Sonnensysteme pro Standard-Klick. Und, sie benštigen keinen Sauerstoff zum †berleben.Ç
Stille.
Dann ein RŠuspern.
È€hm, hab ich das gerade richtig verstanden?Ç Seans Stimme verriet, dass er seinen Ohren nicht traute. ÈSie wollen allen Ernstes sagen, dass wir von Au§erirdischen angegriffen werden, die Ÿber zwei Sonnensysteme in nur einem Klick Ÿbernehmen und noch dazu im Weltraum Ÿberleben kšnnen?Ç Er schŸttelte den Kopf, wie um einen seltsamen Tagtraum loszuwerden. ÈUnd was soll ich bitte schšn damit zu tun haben?Ç
ÈSie werden sie bekŠmpfen.Ç
ÈIch ... was?Ç
ÈSie sind ein Soldat.Ç
ÈIch bin kein Soldat.Ç
ÈSie werden einer sein, unser Bester.Ç
Sean biss sich auf die Lippen, er verstand nicht.
ÈIst Ihnen eigentlich bewusst, worauf Sie sich eingelassen haben?Ç Die Stimme des Generals war gehŠssig. Er betrachtete Sean mit stechendem Blick. Dann lehnte auch er sich offensiv nach vorn und wuchtete seinen massigen Oberkšrper ein StŸck auf die Tischplatte.
ÈDas schnelle Geld?Ç
Sean nickte widerwillig.
ÈDas gibt es heutzutage nicht mehr. Mr. Morraine, Sie sind ein Versuchskaninchen. Haben Sie sich noch nicht Ÿber die VerŠnderungen Ihres Kšrpers gewundert? Gesteigerte Ausdauer, unvergleichbare Kraft, Wachstum, zehn Kilo Muskelmasse in den letzten fŸnf Tagen ...Ç
ÈAber, ich ... natŸrlich fŠllt mir das auf. Ich wusste nur nicht genau, wofŸr das war. Ich dachte, der Doktor forscht an einem Projekt, das kommerzielle Zwecke verfolgt ...Ç. Er fuchtelte aufgebracht mit den Armen, wusste nicht, was er sagen sollte.
ÈDas ist es nichtÇ, nahm ihm der General jede Hoffnung. ÈSie werden sich weiter verŠndern, und Sie werden der Prototyp eines Weltraumsoldaten sein, der es mit Spezies X72-15C aufnehmen kann.Ç
T-2
ÈArgh!Ç Grausame Schmerzen rissen Sean aus dem kaum erholsamen Schlaf. Unbeholfen versuchte er, sich auf dem viel zu kleinen gewordenen Bett herumzudrehen. Sein Kšrper verŠnderte sich rasant. Etwas war anders. Zuvor war es langsam gegangen, StŸck fŸr StŸck hatte sich sein Kšrper der neuen Bestimmung angepasst. Muskeln wuchsen, seine Kondition verbesserte sich. All dies war fŸr ihn in Ordnung gewesen, beeinflusste es sein Leben doch nur minimal. Doch war die Schonzeit vorbei, der General hatte dies deutlich gemacht. Seit Tagen konnte er nicht mehr schlafen. Seine Knochen fŸhlten sich an, als wuchsen sie in einem Wettlauf mit der Zeit. Er war mittlerweile Ÿber drei Meter gro§ und kannte jeden TŸrrahmen auf dem Weg zum Labor von seinen unvermeidbaren Zusammenstš§en. Die meiste Zeit des Tages verbrachte er mit Essen, die Metamorphose verbrauchte jede Menge Energie. Der Doktor fŸhrte stŠndig irgendwelche Tests durch und befand das alles fŸr normal. Doch war es das nicht, nichts war mehr normal. Sean war ein Versuchskaninchen, gezŸchtet fŸr den Kampf im Weltraum. Ein Frontschwein, das an erster Stelle sterben wŸrde.
Der Boardalarm riss ihn aus seinem Selbstmitleid. Er mŸhte sich aus dem Bett, zog sich an und lief auf den Gang. Soldaten rannten mit panischen Blicken durch den Korridor. Einige bellten wilde Befehle, andere folgten.
ÈWas ist losÇ, wollte er von einem der MŠnner wissen.
Der Soldat bemerkte den Riesen erst jetzt. Verwundert sah er an ihm hoch. È€hm?Ç Scheinbar hatte er von Seans Anwesenheit auf dieser Raumstation nichts gewusst. ÈDie Aliens greifen anÇ, fuhr er mit schwankender Stimme fort.
Nun war es Sean, der verwundert dreinblickte.
ÈSergeant Gibson!Ç Eine raue Stimme hallte durch den Gang auf sie zu. Augenblicklich straffte sich die Form des Mannes und ein Šngstlicher Ausdruck trat auf sein Gesicht. ÈJawohl, Herr Major.Ç †berhastet stŸrzte der Sergeant durch den Gang auf die Stimme seines Befehlshabers zu.
Sean schŸttelte die Verwirrung Ÿber das Gehšrte von sich ab und lief in die andere Richtung davon. Er wollte den General zu diesem Alarm befragen. Sean hoffte innigst, dass es sich um falschen Alarm handelte.
T-1
Den General erreichte er nicht.
Auf halber Strecke verwandelte sich die Raumstation, die er seit Monaten sein Zuhause nannte, in eine Hšlle aus Flammen und Explosionen.
Sean Ÿberlegte, in welche Richtung er weitergehen sollte. Bevor er zu einem Entschluss gelangte, hšrte er ein berstendes GerŠusch. Ein Moment der Stille, dann erklang es erneut. Lauter. NŠher. Das Unfassbare geschah. Die Metallverkleidung des Ganges wurde aufgerissen und Sean fiel vornŸber. Er schŸtzte seinen Kopf vor herabfallenden TrŸmmerstŸcken, dann sah er sich panisch um. Der Spalt weitete sich, die HŸlle brach. Ein unglaublicher Sog riss Sean von der Stelle fort, an der er auf dem Boden kauerte. Er versuchte sich an einer Verstrebung in der Wand festzuhalten, doch gab sie sofort nach. Sean realisierte panisch, dass er auf den immer grš§er werdenden Spalt hinzugezogen wurde. Was dahinter lag, war der Tod. GŠhnender Weltraum, immerwŠhrende Dunkelheit. Und kein bisschen Sauerstoff zum Atmen.
Sean konnte sich nicht mehr halten und wurde hindurchgezogen.
T
Dann šffnete er die Augen und war sich sicher, den schšnsten Zeitpunkt zum Sterben gewŠhlt zu haben.
Saturn lag gewaltig vor ihm, der Schatten des Ringssystems quer Ÿber den Planeten gezeichnet. Sean konnte auf einen Blick vier der Monde erkennen, wobei Titan klar herausstach.
Unbewusst griff er nach dem Antennenmast der Raumstation, der neben ihm auftauchte, um das atemberaubende Schauspiel lŠnger betrachten zu kšnnen.
Dann wurde ihm bewusst, dass er noch lebte.
Dieser Gedanke trat so beilŠufig zum Vorschein, dass er umso heftiger darauf reagierte.
BestŸrzt sah er sich um, blickte an sich herunter. Mit der einen Hand an der Antenne tastete er mit der anderen rasch seinen Kšrper ab. Es ging ihm gut.
Dann hielt er den Atem an.
Das konnte unmšglich sein!
Er spŸrte, wie seine Lungen zu schmerzen begannen, doch hielt er noch immer den Atem an. Er wusste, dass es funktionierte, hatte es zuvor unterbewusst getan. Doch wusste er auch, dass es eigentlich nicht mšglich war. Dieser Widerspruch lŠhmte ihn, hielt ihn gefangen zwischen Mšglichem und Unmšglichem.
Dann, kurz bevor er erstickte, Ÿbernahm sein Unterbewusstsein die Kontrolle.
Er atmete ein.
Und aus.
Und ein.
Einen Moment lang hielt er fasziniert inne, dann wurde er sich des Chaos um ihn herum bewusst. Augenblicklich machte sich eine ŸberwŠltigende ErnŸchterung in ihm breit.
Die Raumstation lag in TrŸmmern.
An vielen Stellen war sie entzweigerissen. Wie bei Sean zuvor wurden durch diese Risse menschliche Kšrper gezogen. Im Gegensatz zu ihm waren diese tot, unfŠhig, die Dunkelheit des Weltraums zu atmen.
Dann sah er sie: dunkle, gro§e Kreaturen.
Wie bei der DS-Endeavour, krochen sie entlang der Au§enhŸlle der Station. Ein Instinkt erwachte in Sean, von dessen Existenz er zuvor nichts geahnt hatte. Er klammerte sich fester an die Antenne und sah sich hektisch um. Was sollte er tun?
Er fuhr erschrocken herum, als etwas Hartes von hinten gegen ihn stie§. Sein Puls schoss in die Hšhe, doch beruhigte er sich sogleich wieder. Es war ein Mensch, und er war tot. †belkeit kroch in ihm empor, als er den aus allen …ffnungen blutenden Mann betrachtete. Das Vakuum des Weltraums war ihm nicht gut bekommen. Sean wunderte sich, warum das Gleiche nicht auch mit ihm geschehen war, doch schob er den Gedanken beiseite. Er lebte, das war alles, was in diesem Moment zŠhlte.
Der Instinkt in ihm wurde stŠrker. Er wusste nun, was zu tun war.
Er fischte die gro§kalibrige Waffe aus den starren HŠnden des Soldaten und prŸfte ihre Funktionsweise. Wenige Sekunden spŠter drehte er sich zufrieden mit der entriegelten Plasmakanone in den HŠnden herum.
Sean sah sich um und entdeckte den ihm nŠchsten Au§erirdischen. Zielstrebig bewegte er sich auf diesen zu. Er verfluchte die Gentechniker, dass sie ihm nicht auch FlŸgel oder was auch immer fŸr einen Antrieb hatten wachsen lassen. So musste er sich ungeschickt entlang der Au§enhŸlle der Raumstation hangeln. Doch war sein Opfer viel zu sehr beschŠftigt, um Seans AnnŠherung zu bemerken.
Er schlich sich noch ein StŸck weiter an den Au§erirdischen heran und drŸckte den Abzug kurz durch. Die Plasmaladung fuhr aus dem Lauf der Waffe, durch den Kšrper seines Feindes und hinaus in die Weiten des Weltalls. Unbewusst schien er die empfindlichste Stelle des UngetŸms getroffen zu haben, augenblicklich erschlaffte dessen Kšrper. Das hŠssliche Ding verlor den Halt und driftete ab.
Sean machte sich auf den Weg zu seinem nŠchsten Opfer. Sein Kopf funktionierte nun wie vorprogrammiert.
T+1
ÈMelvinÇ General Hutchins sah den ehemaligen Assistenten Dr. Xintangs mit Nachdruck an.
Der Junge hatte kein Wort seit der Beerdigungszeremonie gesagt. Auch jetzt sa§ er stumm und starr zwischen Sean und dem General.
Sean wusste nicht, wie bald sich der junge Wissenschaftler von dem Schock erholen wŸrde. Er hatte seinen Mentor, der auch Ersatzvater fŸr ihn gewesen war, bei diesem Angriff verloren. Dazu kam das Bild der vielen Toten, die der Angriff der Aliens hinterlassen hatte. Dies war kein Eindruck, den man leichtfertig hinter sich lassen konnte.
ÈMelvin!Ç Die Stimme des Generals lie§ keine weitere Verzšgerung zu.
Der Junge sah ihn verstšrt an, doch nickte er mit dem Kopf zur BestŠtigung.
ÈIst dir klar, welche Verantwortung du jetzt auf deinen Schultern trŠgst?Ç
ÈIch ... will das nichtÇ, brachte er zaghaft zwischen zusammengekniffenen ZŠhnen hervor.
ÈDa gibt es nichts zu wollenÇ, donnerte der General. ÈHier geht es um das †berleben der Menschheit. Hast du nicht gesehen, was diese Biester mit uns gemacht haben?Ç
ÈJa, schon ...Ç, begann Melvin mit kindlichem Trotz. ÈAber was kann ich schon dagegen tun?Ç
General Hutchins sah den Knaben verblŸfft an. Dann wies er mit seiner klobigen Hand auf Sean. ÈDas da, kannst du tun!Ç
Sean fŸhlte sich in seiner Persšnlichkeit angegriffen. Von einem denkenden und fŸhlenden Menschen wurde er nun zu einem drei Meter gro§en, muskelbepackten Weltraumkiller degradiert. Wie hatte es so weit kommen kšnnen?
ÈDu und dein ehemaliger Mentor, ihr habt uns eine Waffe gegeben, die unseren Feinden gewachsen ist. Ich mšchte, dass du vom Prototyp zur Massenproduktion Ÿbergehst.Ç
Prototyp? Massenproduktion? Sean traute seinen Ohren nicht. Er wollte gerade etwas einwerfen, als er den gefŠhrlich funkelnden Blick des Generals auffing. Sean blieb ruhig.
ÈAber ... Dr. Xintang ist tot!Ç Melvin protestierte weiter.
ÈDas ist nun mal so. Nicht mehr zu Šndern.Ç
Sean war sich sicher, der General hatte keine GefŸhle.
ÈWas zŠhlt ist, dass du seine Forschung weiterfŸhren kannst. Das kannst du doch, oder?Ç
Melvin sah General Hutchins einen Moment lang an, dann blickte er zu Sean hinŸber. ÈJa, ich denke schon.Ç
ÈDann ist es beschlossen.Ç Das Gesicht des Generals erhellte sich und Erleichterung war darauf zu erkennen.
È€hm ...Ç, meldete sich Sean nun doch zu Wort. ÈWas ist mit mir? Werde ich nicht gefragt, ob ich noch mitmachen mšchte?Ç
ÈNein!Ç Die Ÿbliche HŠrte in der Stimme des Generals. ÈSie sind schon zu weit gegangen, fŸr Sie gibt es kein zurŸck.Ç
Das war deutlich.
Sean wog diesen Gedanken einen Moment lang ab und kam zu dem Entschluss, dass er in der Tat keine Wahl mehr hatte. Er fŸgte sich seinem Schicksal.
ÈEinverstanden!Ç