Der Chip

 

Cyb sass in der Halle und stierte vor sich hin.

ãIdiot ArmstrongÒ kam es Ÿber seine Lippen. Er dachte an dessen legendŠren Spruch bei der Mondlandung. Das ist ein kleiner Schritt fŸr den MenschenÉ einÉ riesiger Sprung fŸr die Menschheit. Er lachte wŸtend auf. Das war ein Schei§schritt. Und versprochen hatte sich der Kerl auch noch. Sollte ja nicht Sprung hei§en sondern Schritt. Einfach mal das a vergessen vor Aufregung. Er stand auf und trat gegen den Stuhl.

ãHeyÒ, der Zuli hob den Stab und zeigte in seine Richtung. ãSoll ich dich beruhigen?Ò

Cyb hog die Arme. ãSchon gut.Ò

In der Halle befanden sich mindestens tausend weitere Personen, von den Hallen gab es Ÿber hundert, es waren AufenthaltsrŠume, in einem Stadtkomplex. Das grš§te GefŠngnis der Erde.

Und das stand auf dem Mond.

Modell Australien als es die EnglŠnder entdeckten, aber zeitgemЧ.

Cyp war seit fŸnf Jahren hier oben. Er hatte den letzten politischen Widerstand gegen die Zentralkraft gefŸhrt. Zum Schluss aus dem Untergrund. Bis sie ihn hatten. Offiziell gab es ihn aber immer noch auf der Erde. Eine politische Opposition brauchte man als MŠntelchen. Das er auf dem Mond sass, war geheim. Er setzte sich wieder.

ãWas ist?Ò

Cyb blickte hoch in Richtung Fragesteller und sah Xenia. Oh ja Xenia. Das war was neues, tolles. Sie hatten sich vor einem Monat auf dem Mond kennen gelernt. Auch Xenia war, wie alle hier oben, eine Politische. FŸr Cyb ein bisschen unverstŠndlich. Er kannte eigentlich die wichtigsten Kšpfe der Bewegung. Xenia hatte er vorher nie gesehen. Die wŠre ihm aufgefallen. So wie hier oben. Als er sie das erste Mal sah, schoss ihm das Blut in den Kopf. Er fŸhlte sich gleich angezogen. Spontan hatte er sich einen Weg durch die Andern gebahnt und sich neben sie an die Wand gelehnt.

Dort schwiegen sie gemeinsam Ÿber eine Stunde. Es schien wie ein Kampf. Wer knickt ein, wer fŠngt an, wer ist weniger stolz. An dem Tag wurde das nicht geklŠrt. Irgendwann lšste sich Xenia von der Wand und ging.

Cyb hatte ihr hinterher geblickt und gehofft, sie wŸrde sich umdrehen. Ihr federnder Gang liess die zu einem Pferdeschwanz gebundenen Haare kess wippen. Er begann ihr zu verfallen.

Sie war schon fast entschwunden, als sie stehen blieb. In der Position verharrte Xenia einige Sekunden und drehte dann ganz langsam ihren Kopf und schaute in Richtung Cyb. Dessen Blick hatte sich an ihr festgekrallt. Er war von ihr fasziniert. Sie lŠchelte und nickte leicht mit dem Kopf. Dann streckte sie die rechte Hand aus zeigte mit dem Finger neben ihm. Mit der linken hielt sie alle FŸnfe hoch.

Er verstand, morgen um fŸnf an der gleichen Stelle.

Von da an trafen sie sich jeden Tag. Lachten diskutierten, blickten sich hier und da mal lŠnger an aber das wars. Allerdings nicht fŸr seine GefŸhle. Die waren zu Xenia Ÿbergelaufen.

Jetzt stand sie hier. Ihre wunderbaren blauen Augen ruhten auf ihm. Die Lust, nach gegenwŠrtiger Stimmungslage auch sie anzuknurren, verging ihm. Er beantwortete ihre Frage ehrlich.

ãNichts von Bedeutung. Ich habe schlechte Laune.Ò Er sah sie gelassen an.

ãHormonstau? Ihr leichtes LŠcheln verriet den Spassfaktor. Cyb stieg ein.

ãIst das ein Angebot?Ò

ãJaÒ , ihr LŠcheln blieb. Cyb blickte etwas erschrocken. Seine Bemerkung war als Scherz gedacht. Wollte sie ihn auf den Arm nehmen? Es klang zwar nach Spass aber auch ein bisschen nach Ernst. Oder er bildete sich das ein. Der Wunsch als Vater des Gedanken? GrundsŠtzlich war im Lager Sex kein Problem. Die Zentralgewalt legte auf EinschrŠnkungen keinen Wert. Weniger Stress fŸr die Gefangenen, weniger Stress fŸr ihre Bewachung. Er versuchte es mit Ironie.

ãMeine Lage ist ernst. Mir hebt es gleich den Deckel.Ò

ãNa dann kommÒ, sie streckte ihren Arm als Einladung vor. Cyb schluckte.

ãEinfach so?Ò

ãEinfach so! Du kannst mich aber auch gerne tragen. FŠllt allerdings auf.Ò Ihr LŠcheln war etwas grš§er geworden. Cyb nahm den Arm und stand auf. ãVersteh mich richtig Xenia, du machst den Eindruck als wenn du mich zum Sex einlŠdst.Ò Sein Gesichtsausdruck versuchte ein Fragezeichen zu vermitteln. ãDas verwirrt.Ò

Xenia trat dicht an ihn heran und fuhr mit der anderen Hand durch sein Haar. ãSchon klar mein kleiner Prinz. Ich kann auch warten bis du mich verfŸhrst. Ich steh aber nicht auf Opas.Ò Cyb fing ihre Hand, die durch sein Haar glitt, ab. ã Ich stehe auch nicht darauf, dass man mit mir spielt.Ò Er sah sie fest an. ãUnd dich mag ich. Die EnttŠuschung brauche ich nicht.Ò Sie zog ihre Hand leicht aus seiner Umklammerung und strich Ÿber sein Gesicht.

ãIch weiss! Und jetzt komm.Ò

 

Marschall Rada scrollte die PosteingŠnge am Bildschirm durch. Haufenweise Werbung dabei. Er schŸttelte den Kopf. Egal was man macht diese Werbewichte schlichen sich immer wieder ein.

Es war aber nichts dabei was interessnt schien. Das wichtige landete sowieso im Stab. Als Chef der Moontower One, dem grš§ten GefŠngnis der Erde, hatte man einen grossen Stab.

Sein CC4 meldete sich.

Ein Datenarmband Ÿber das die wichtigste Kommunikation lief. Er warf einen kurzen Blick drauf. Auch noch der rote Kanal, na da. Rada drŸckte auf Empfang und sah auf den Bildschirm. Der Leiter Sicherheit der Zentralgewalt, McGee, sah ihm entgegen. Rada wurde es flau im Magen. Wenn der persšnlich erschien, dann war was faul eher schon oberfaul.

ãHallo McGee, freue mich sie zu sehen.Ò

ãDanke Rada. Zur Freude gibt es aber keinen Anlass.Ò

ãDachte ich mir.Ò Rada nickte. ãWas gibt es?Ò

ãWir haben ein Problem. Besser gesagt sie haben ein Problem.Ò

Rada machte auf gelassen. Auch wenn der Sicherheitschef, einer der MŠchtigsten in der Zentralgewalt, persšnlich anrief, musste man nicht gleich sein ZŠhneklappern zeigen.

ã Ich habe tausende von Problemen, auf die ich aufzupassen habe.Ò

McGee verzog keine Miene zu dem Wortspiel. ãDamit sind wir beim Thema. Zur Zeit haben sie nur ein Problem und das ist Cyb.Ò

Rada hŠtte gerne noch ein bisschen weiter rumgeflachs, denn er fŸhlte sich in seiner Position ziemlich sicher. Aber eine innere Stimme sagte ihm, dass irgendwas im Busch war, was diese Einstellung nicht vertrug.

ãWorin besteht das Problem?Ò

ãSie wissen, dass Cyb offiziell der Kopf des Widerstandes ist. Politischer FŸhrer der GET Bewegung.

Rada winkte ab. ãJa, die GET Bewegung ist zerschlagen eine politische Farce, der Widerstand erledigt. Cyb als Chef sitzt auf dem Mond, als mein Gast. Klingt jetzt nicht sehr gefŠhrlich.Ò

ãUnd bevor es das wird, schalten sie ihn ab!Ò

Rada blickte verdutzt. Abschalten, das wŠre das erste Mal? Mit dem Peacechip hatte man doch die Bevšlkerung im Griff? Das Projekt hatte vor Ÿber Hundert Jahren den Durchbruch. Damals 2033 wurde der Peasechip erstmals breit eingesetzt.

Dahinter stand die LIGA. Die LIGA, eine Vereinigung der MŠchtigsten Kapitalbesitzer der Welt, hatte zunŠchst als Geheimorganisation im 19. Jahrhundert begonnen. Richtig Gas gaben sie erst mit dem Superdeal, den US Dollar als WŠhrung an die USA verkaufen zu kšnnen. Das war 1915, als man den Kongress Ÿbertšlpelte. Die Geburtsstunde der Zentralbank der USA, der privaten FED, das Machtinstrument der LIGA. Der Dollar marschierte in die Welt und machte alle abhŠngig. Mit den Computern kam dann auch die Chance den glŠsernen BŸrger zu schaffen. Kreditkarten, Konten, Krankenakten, Bonuskarten, Personendaten, alles digitalisiert. Um †berwachung und Kontrolle zu begrŸnden wurde der Terrorismus finanziert. Dank seiner Existenz konnten jetzt auch alle Bewegungsdaten der BŸrger erfasst werden. Biometrische PŠsse, Videokameras an PlŠtzen und GebŠuden, Passagierlisten ... der BŸrger war durchsichtig. Das lief in allen wichtigen LŠndern gleich gut fŸr die LIGA. Sie sorgte dafŸr, dass Politiker als nŸtzliche Idioten das Notwendige dem Volk verkauften. Aber das eigentliche Ziel musste der Chip im BŸrger sein.

Kontrollieren und manipulieren.

Alles war vorbereitet und dann eben 2033 die Sternstunde. Mehrere Flugzeugattentate in europŠischen HauptstŠdten trafen den Nerv der Politiker und BŸrger. Was fŸr ein Zufall. Die UNO beschloss in Krisengebieten allen Menschen den Peacechip zu implantieren. Wer sich dann nicht Regelkonform bewegte, bewegte sich ganz schnell gar nicht mehr. In nur zehn Jahren waren die Terrorismusgebiete befriedet. Mit dem Erfolg im RŸcken ging man auch gegen die Risikogruppe BŸrger vor. NatŸrlich nur zum Schutz. Nur Randgruppen, wie Kriminelle. Das fand Zustimmung AuslŠnder sollte man eigentlich auch kontrollieren. Das fand Zustimmung. Ordnungswidrigkeiten, Steuerschulden ...der Rand kam immer nŠher. Auch die Personen der Staatsmacht wurde verkabelt. Armee, Polizei, Beamte die Sicherheitsfrage wurde konsequent durchgezogen.

Die Entwicklung der Mšglichkeiten mit dem Chip blieb dabei unbeobachtet. Abschalten war nur eine.

Rada hatte zwar verstanden was zu tun war, aber nicht warum.

ãDarf man wissen, was der Anlass ist?Ò

ãNeinÒ! Die Antwort kam bestimmt.

ãBekomme ich noch was, auf das man sich berufen kann?Ò

ãNein!Ò

Rada zuckte mit der Schulter. ãAuch gut. Wann?Ò

ãDas entscheiden sie, aber bis spŠtestens Freitag. Sie machen das selber und berichten mir persšnlich.Ò McGeee verschwand vom Bildschirm.

 

Cyb lag neben Xenia und betrachtete sie. Ihre Augen waren geschlossen, sie schlief aber nicht. Ihr Atem ging ruhig. Es waren wilde zwei Stunden gewesen. Das die Kameras alles verfolgte, stšrte sie nicht. Man hatte sich daran gewšhnt. Cyb liess seinen Finger Ÿber ihre Stirn gleiten. Langsam strich er Ÿber die kleine Nase, den schšn geschwungenen Mund glitt Ÿber den Hals und liess den Finger zwischen ihren BrŸste anhalten. Von dort glitt die Hand vorsichtig und zŠrtlich Ÿber die Haut.

ãGefallen sie dir?Ò Sie schlug die Augen auf.

Er gab ihr einen Kuss. ãAn dir gefŠllt mir alles.Ò Seine Stimme klang bestimmt und verliebt.

Sie drehte ihm den Kopf zu und lŠchelte. ãDanke.Ò

Cyb hielt in seiner Bewegung inne. Xenia hatte TrŠnen in den Augen.

Er nahm ihren Kopf in beide HŠnde. ãWas hast du?Ò

ãIch werde sterben.Ò Die Stimme war leise.

Cyb schŸttelte leicht ihren Kopf. ãWas erzŠhlst du da?Ò

ãDie Wahrheit.Ò Sie sah ihn mit blauen traurigen Augen an.

Cyb erstarrte. Er spŸrte das irgendwas nicht stimmte. Man konnte darŸber reden. Zwar war die †berwachung mit Kameras perfekt, es gab aber keine Sprachaufzeichnungen. Der Zentralgewalt war der Mond sicher genug, weil weit weg. Sollten die Politischen ihren Schwachsinn ruhig jahrelang diskutieren. Das andere Thema Ausbruch war keins.

Aber Xenia war nicht wegen Schwachsinn da.

Sie richtete sich leicht auf, drŸckte Cyb nach unten und beugte sich Ÿber ihn.

ãHšr mir jetzt gut zu. Ich bin Mitglied der GET und nicht zufŠllig hier oben. Pssst ....Ò, sie legte ihren Finger auf seinen Mund als sie sah das Cyb was erwidern wollte. Sie lŠchelte schwermŸtig schšn. ãNur zuhšren mein kleiner Prinz.Ò

Sie suchte seinen Blick. ãWir haben die Chance die Zentralgewalt zu schlagen. Die Chips in unserem Kšrper sind nicht nur zur Kontrolle sie sind auch fŸr Manipulationen geeignet. Man kann zwar nicht den Willen komplett bestimmen, aber mit bestimmte Reizen bestimmte Handlungen auslšsen. Wir haben das zentrale Datensystem geknackt. Tja, Macht ist relativ, wenn sie an Rechentechnik hŠngt.Ò Xenia machte eine kurze Pause. Die reichte Cyb aber.

Er schob den Finger weg, der immer noch auf seinem Mund lag.

ãWas erzŠhlst du da, die GET ist doch nur noch eine Farce, Demokratie zum Schein.

ãJa, aber wir sind gut. Klein aber oho. Wir haben gezielt nach Spezialisten und Ausnahmekšnnern gesucht. Als wir rausbekommen hatten, was man Ÿber die Chips alles kann, war uns klar, dass ist der Schwachpunkt.Ò

ãHei§t?Ò

ãDass zum Beispiel Wahlen darŸber manipuliert werden. Die Zentralmacht holt sich damit ihre ŸberwŠltigende Mehrheit. Bei den Wahlen nŠchster Woche wirst aber du gewinnen.Ò Sie tippte energisch mit ihrem Finger auf seine Brust.

ãMit einer Mondregierung oder was?Ò

ãNein, offiziell bist du ja auf der Erde und die GET hat dich zur Wahl als Kandidat gemeldet. Die Zentralmacht hat keine Angst davor. Du sitzt hier und sie haben sowieso die Mehrheit.Ò

ãRichtig, ich sitze hier. Was habt ihr euch da nur ausgedacht. Selbst wenn die Wahl gewonnen wird. Dann schickt die Zentralmacht ihre SicherheitskrŠfte und aus die Maus.Ò

Xenia schŸttelte den Kopf. ãFŸr einen FŸhrer des Widerstandes bist du aber ein arger BedenkentrŠger. Kein Problem, die weden Ÿber den Chip still gestellt. Auch so eine Idee, die fŸr die Zentralmacht nach hinten losgeht.Ò

Cyb begriff langsam, dass es ernst war.

ãUnd deine Aufgabe?Ò

ãDich schŸtzen und deine Flucht organisieren.Ò

ãMich schŸtzen?Ò

ãJa, die Zentralmacht hat Wind bekommen das irgendwas geplant ist. Sie wollen dich liquidieren. Du wirst Ÿber den Chip einfach ausgeschaltet.Ò

Cyb richtete sich auf und schob Xenia weg. ãSag nicht, was ich denke?Ò

ãDoch, ihre Stimme klang leise. Wir haben einen Weg gefunden, die Daten der Chips auszutauschen. Dein Chip habe ich schon am ersten Tag ausgelesen und mit meinem getauscht. Sie lŠchelte wehmŸtig. Hast ja lange genug neben mir gestanden. Wenn sie dich ausschalten, ... sterbe ich. Heute hat Rada den Befehl erhalten. Deshalb musste ich jetzt handeln.Ò

Cyb hatte eine Kloss im Hals. Sein Inneres war zerrissen. Auf der einen Seite die Chance auf der anderen der Preis. Er hatte sich in Xenia verliebt und jetzt sollte sie sterben. Das war alles so unwirklich.

Xenia drŸckte ihn wieder nach unten. ãDu darfst jetzt keine GefŸhle zeigen und musst einen klaren Kopf behalten. Sie griff in ihre Haare und zog aus dem Zopf einen Fingergrossen Metallstab.

Sie reichte ihn Cyb. ãDas ist ein LLex. Das hat ausser uns keiner. Damit kannst du einen fremden Chip auslesen, lšschen oder Ÿberschreiben. Er ist bereits programmiert. Lesen, lšschen Ÿberschreiben. Rada wird dich zu sich holen. Er will dein ausschalten persšnlich absichern.Ò

Cyb unterbrach sie. ãWoher wei§t du das?Ò

ãWir haben ganz oben Helfer. Aber hšr jetzt zu. Bist du bei ihm, LLex raus und auf Rada halten. Er wird mit deinen meinen Daten gelšscht und deiner mit seinem Ÿberschrieben. Alles klar?Ò

Cyb nickte. ãWeiter!Ò

ãDa alle Kontrollsysteme auf den Chip anspringen, kommst du als Rada Ÿberall durch. Aus seinem BŸro fŸhrt direkt ein Gang in den Privathangar. Du nimmst sein Shuttle und fliegst zu unserem alten StŸtzpunkt. Dort warten die andern auf dich. Du wirst umprogrammiert und tauchst bis zur Wahl unter. Vergess aber nicht, den gelšschten Rada mitzunehmen. Der muss als verschwunden gelten und darf nicht rumliegen.

Cyb schŸttelte den Kopf. ãWarum muss du fŸr mich sterben. Ich will das nicht. Wenn ich bei Rada bin, reicht doch das Ÿberschreiben.Ò

Xenia blickte bšse. ãHšr auf ! Dein Tod wird im Zentralrechner registriert und auch von wo das ausgelšst wird. Dass ist Radas Rechner. Das kann nur er. Sie mŸssen ganz sicher sein, dass du tot bist und jetzt hšre bitte auf mit dieser Diskussion.Ò TrŠnen schossen in ihre Augen.

ãDas mit uns, dass konnte doch keiner wissen.Ò Die TrŠnen kullerten Ÿber das Gesicht. Hastig wischte sie mit der Hand drŸber. Sie wirkte so tapfer und auch so niedergeschlagen. Cyb konnte nicht mehr er stand auf. Mit leiser Stimme verabschiedete er sich.

ãIch muss jetzt kurz allein sein, verzeih.Ò

 

Am nŠchsten Tag sassen Xenia und Cyb im grossen Aufenthaltsraum nebeneinander. Sie hielten sich die HŠnde und schwiegen. Nur den anderen spŸren, gemeinsam in Zeit und Raum gleiten, den anderen einatmen riechen, ein letztes Mal, aber fŸr immer.

Ein Zuli trat auf Cyb zu. Er winkte kurz mit dem Stab. ãMitkommen!Ò

Cyb erhob sich. Er blickte in das Gesicht, das er liebte. Grosse Blaue Augen schickten ihm einen letzten Gruss. Er spŸrte wie Xenia mit den TrŠnen kŠmpfte aber wusste das sie keine zeigen durfte.

Langsam kroch Hass in Cyb hoch, Hass auf die Zentralgewalt. Er spŸrte eine Wut, sie fŸr das bezahlen zu lassen, was er jetzt litt.

Xenia sah die VerŠnderung in seinem Gesicht, sie lŠchelte stolz und nickte.

Cyb ging.