Tipa
Abigail ging ziemlich ruhig wirkend durch die Stra§en ihrer Heimatstadt. Sie war 57 Jahre alt und frŸher durchaus woanders gewesen. Sie kannte vieles auf ihrer Heimatwelt. Schšnes wie HŠssliches waren ihr vertraut. Man kannte sie auch unter dem Namen Tipa Riordan, d. h. Die galaktische …ffentlichkeit wŸrde sie unter diesem Namen kennen. Ihr Haar war noch nicht grau und sie wirkte auch noch nicht besonders alt. Sie hatte sich selbst Abigail genannt, da ihr Name ihr nicht gefiel. Sie entfernte sich weiter aus Plymouth, da sie in der Nacht vorher etwas getrŠumt hatte. Eine seltsame Gestalt hatte sich gezeigt und sich selbst als Homunk bezeichnet. Er hatte ihr klargemacht das sie am nŠchsten Tag von ihrer Heimatwelt entfernt wŸrde, damit sie im Auftrag seines Erbauers handeln konnte. Sie begann schon zu vermuten das es eine geistige Wesenheit war, was Homunk zu der Bemerkung veranlasste, das sie sich nicht so viele Gedanken machen sollte, sie wŸrde verstehen wenn sie seinem Erbauer persšnlich begegnen sollte.
Ihr Beruf als Toxikologin gefiel ihr nicht besonders, da sie eigentlich von Abenteuern zwischen den Sternen trŠumte. Aber sie war kompetent und erfolgreich und verdiente auch ziemlich gut. Eigentlich war sie eine relativ verschwiegene Person, nur manchmal kšnnte ihr der Kragen platzen, weil sie ihre Mitmenschen fŸr ziemlich stupide hielt. Sie dachte oft daran das der Ausdruck ãstupideÒ eigentlich der Falsche war, sie dachten eigentlich viel zu kurz. Wie war sie denn in Kontakt mit Homunk gekommen, einfach nur durch ihre Phantasie, sie trŠumte eben oft von den Sternen. Das Šu§erte sich eben nicht nur darin das sie ein Fan von Astronomie war sondern auch in anderer Form. Einfach nur so das sie Bilder von fremdartigen Landschaften sah und eben von fremdartigen Formen und eben so manches anderes.
Sie war unheimlich gespannt auf den Erbauer von Homunk. Terra war eigentlich eine ziemlich langweilige Welt voller Frieden und Harmonie. Sie hasste es. Nicht der geringste Anflug von Abenteuer oder Abwechslung. Nur immer die gleichen Gutmenschen, was sie unglaublich langweilig fand. Abigail hielt es in Terrania sowieso kaum noch aus, sie wollte nur noch weg aus diesem hochtechnisierten Paradies. Verstanden die Menschen denn nicht wie langweilig das war, wie schŠdlich das fŸr einen Menschen war wenn so wenig Abwechslung da war. Nichts und niemand konnte sie davon abbringen den Erbauer von Homunk kennenzulernen. Sie wollte einfach wissen wer auf ihre TrŠume reagiert hatte. Und sie trŠumte viel von den unmšglichsten Dingen. Quer durch alle Jahrhunderte gingen ihre TrŠume und sie gelangte so allmŠhlich zu der Ansicht das Gedanken gar nicht so mechanisch funktionierten wie die Wissenschaft immer tat. Sie hatte Toxikologin gelernt und studiert weil sie die Aussicht hatte dort erfolgreich zu sein und etwas fŸr die Menschen zu tun. Nur was nŸtzte ihr das schon wenn sie das so unglaublich langweilig fand dem Gewinnstreben der Pharmaindustrie zu dienen. Sie kam schon seit Jahren zu dem Schluss das sie wohl lieber Raumfahrerin auf einem Frachter oder Soldat hŠtte werden sollen. Dann wŠre sie wenigstens davon Ÿberzeugt gewesen das sie ein Leben voller Abenteuer fŸhren konnte. Statt dessen stand sie im Labor und arbeitete daran Gifte fŸr die Pharmaindustrie zu erforschen damit diese fŸr Medikamente verwendet werden konnten. Plštzlich verstand sie auch Homunk der auf einmal vor ihr stand und sie aufforderte ihm zu folgen. Sie staunte Ÿber die Perfektion seines Aussehens, aber der Androide versicherte ihr das er eine kŸnstliche Lebensform war, die ausschlie§lich dazu geschaffen war seinem Erbauer zu Diensten zu sein als Gesandter.
Auf einmal stand Abigail mitten in einer fremdartigen Umgebung, die sie als Maschinenstadt erkannte aus den šffentlichen Beschreibungen die im Datennetz von Terrania von ES Heimatwelt Wanderer kursierten. Dann šffnete sich auf einmal ein energetischer Torbogen, wie sie es von akonischen Transmittern kannte. Dann ertšnte eine sanfte Stimme die ihr erklŠrte das sie eine wichtige Mission in einem Paralleluniversum zu erledigen hatte. Sie spŸrte das ihre Kleidung auf einmal ein fremdartiger Kampfanzug war und schlagartig setzte sie sich in Bewegung und schritt durch den Torbogen. Sie wusste auf einmal was sie zu tun hatte. Sie stand in einer Wohnung und sah das an einem Tisch zwei MŠnner diskutierten. Sie kannte auch ihre Namen. Dann holte sie den Signalgeber aus ihrem GŸrtel und schaltete ihn ein. Dann zog sie sich in eine Ecke des Raumes zurŸck und wartete ab was passierte. Dann sah sie nach einer Weile eine fremdartige Gestalt materialisieren. Sie war hochgewachsen, hatte einen kantigen fast viereckigen Kopf, eine fahlweisse Hautfarbe und trug einen weiten blauen Umhang der wie aus Filz wirkte. Und dann bemerkte sie in seinem Gesicht Augenbrauen die wie breite schwarze Striche wirkten. Und neben sich sah sie eine energetische Kugel materialisieren. Sie sagte zu ihr:" So begegne ich mir selbst. Hier bin ich nur ein schon lange totes Gespenst, dessen Einfluss sich auf jeder bewohnten Welt bemerkbar macht, frŸher oder spŠter. Ich streife hier als Geist durch dieses Universum. Ich werde diese beiden Autoren eine Weile begleiten. Fast hŠtte ich keinen Kontakt aufnehmen kšnnen, deswegen dein Eingreifen. Siehst du, sie grŸnden hier eine Science-Fiction Serie namens Perry Rhodan. Ganz von selbst. Wir kšnnten selbst darŸber streiten, was wir sind. Vielleicht sind Superintelligenzen gar nicht so nicht existent wie die beiden glauben. Vielleicht sind du und ich nur Traumgestalten die bald verschwinden. Sie kamen ganz von selbst auf solche kosmischen Ideen. Das lockt dieses seltsame Wesen vielleicht an, da es immer hoffte das man sich an so jemanden annŠhert. Vielleicht war das seltsame Lebewesen im blauen Umhang mal ein kosmisches Wesen das schon lange tot ist. Vielleicht verschwinden in diesem Universum kosmische Wesen nicht so einfach. Ist es dessen Einfluss, kamen sie von selbst auf solche Ideen, wer wei§ das schon. Aber nun komm, deine Aufgabe ist erledigt und der Kontakt ist hergestellt. Wir mŸssen in unsere Welt zurŸck und dŸrfen hier nicht lŠnger sein."
ES, der in Gestalt einer Energiekugel aufgetreten war, nahm die Gestalt eines alten lang bŠrtigen Mannes an. Er sah Tipa an und erklŠrte ihr das er viele kosmische Geheimnisse kenne, darunter dieses Paralleluniversum. Hier nahm vielleicht alles seinen Ursprung, unsere ganze Existenz Tipa. Du darfst nicht vergessen das das Zwiebelschalenmodell nicht so einfach erklŠrt werden kann. Ich habe selbst manchmal AlptrŠume das ich meinen eigenen Tod nicht Ÿberlebt habe und irgendwie hierher geschleudert wurde. Verstehst du ich bin darauf angewiesen das ich Humanoide einsetzen kann, da ich erst materialisieren konnte als du den Sender eingeschaltet hast. Dieses Paralleluniversum kenne ich erst seit kurzem, da ich in einem meiner TrŠume darauf gesto§en bin. Auch ich muss manchmal ruhen, meine KrŠfte regenerieren sich nun mal nicht anders. Aber dann schweift mein Bewusstsein hinaus in den multiversalen Kosmos, den ich dann auf eine Art erforschen kann die du nicht verstehen kannst. Ich werde dir bei Gelegenheit erklŠren was es mit diesem Universum das wir gerade verlassen auf sich hat. Aber jetzt Herzlich Willkommen in der Maschinenstadt, fŸhle dich hier wie zu Hause. Tipa wunderte sich das sie nicht gleich nach Hause geschickt wurde sondern in der Maschinenstadt bleiben sollte. Zum ersten Mal sah sie das perfekte Gesicht von Homunk in Echt der sie in ihr Quartier fŸhrte. Sie suchte ,als sie eine kleine Mahlzeit zu sich genommen hatte, den Anschluss an die Datennetze der Maschinenstadt und sie stellte zu ihrem Erstaunen fest das sie fast ungehinderten Zugang zu den DatenbestŠnden von ES hatte. Sie stellte mit einer Mischung aus Schrecken und Bewunderung fest das fast ihr ganzes vergangenes und zukŸnftiges Leben hier gespeichert war. Als sie feststellte das sie erst im Alter von 125 Jahren einen Zellaktivator bekommen sollte war sie etwas beleidigt. Sie alterte dann zwar nicht mehr aber fŸr die schšnen Seiten des Lebens konnte sie sich dann auch nicht mehr begeistern. Am nŠchsten Morgen nachdem die Kunstsonne aufgeflammt war brachte Homunk sie wieder in die Maschinenhalle wo sie erneut ES in Gestalt einer Energiekugel sah.
Er begrŸ§te sie sehr freundlich und erklŠrte ihr das er sie ausgewŠhlt hatte, weil sie eine erfreuliche Phantasie zeigte und ganz bestimmt kein gewšhnlicher Mensch war. Tipa wusste gar nicht wie sie auf so ein Lob reagieren sollte. Das dazu noch von einer Superintelligenz kam. ES fŸhrte weiter aus das er ihr weiteres Leben genau kannte und sie dazu ausersehen hatte in dem Kosmos den sie gestern verlassen hatten seine WŠchterin zu werden. Dort sollten ihr nach den dortigen Naturgesetzen alle Mšglichkeiten offen stehen. Irgendwann nach ihrem mehr oder minder natŸrlichen Tod wŸrde sie sich zuerst auf Wanderer bei ihm wiederfinden und dann konnte ihr Geist durch ein Portal treten und in diese Welt gehen. Dort sollte sie seine WŠchterin werden, die dort darauf achtete das alles gut ging und die Menschen auf jener Erde den richtigen Pfad beschritten. ES versicherte ihr das ohne sein Eingreifen dort frŸher oder spŠter alles vor die Hunde ging, da viele Menschen sehr unvernŸnftig waren und zu viel falsch machten. Dort hatte es nie Arkoniden gegeben und auch keinen Rhodan der die Menschheit auf einen kosmischen Weg fŸhrte. Es gab auf jener Erde zu viele Kleingeister die andere gerne manipulierten und es dort auch unter dem Vorwand der Freiheit niemanden kŸmmerte wie es Menschen erging. Er wollte das nicht Šndern, da er hier in diesem Universum eine Superintelligenz war. Nur die Menschen dort taten ihm leid. Er wollte nicht das jene Erde scheiterte an sich selbst. ES schilderte ihr genau was ihr weiterer Lebensweg war und wann sie wieder auf Wanderer erscheinen wŸrde, d.h. sie kannte ihren Todestag genau. Was sie zu der Frage an ES veranlasste woher er ihre Zukunft kannte. Dieser antwortete das die Menschen meistens so festgelegt in ihrem Verhalten waren, egal wie sie taten, das man die Zukunft leicht vorhersagen konnte. Aber in ihrem Fall hatte er sichergestellt das sie auch so an jenem Datum auf Wanderer materialisieren konnte. Er wollte weder ihren Geist verlieren noch das Schicksal jener Erde riskieren. Tipa stimmte seinem Vorschlag zu und trat damit heimlich in die Dienste von ES. Zumindest hatte sie Dank der DatenbestŠnde jetzt einen Weg gefunden wie sie ihr langweiliges Leben verlassen konnte. Und das so schnell wie mšglich nach ihrer RŸckkehr nach Terra.
Tipa Riordan brach nach einer Zeit von einem Jahr in die Galaxis auf um ihre Organisation aufzubauen. Sie wollte tatsŠchlich analog zu den DatenbestŠnden der Maschinenstadt eine Piratin werden. Sie hatte als geniale Toxikologin einige Gifte fŸr die Pharmaindustrie erforscht und war reich geworden. Deswegen konnte sie sich als erstes Schiff den Leichten Kreuzer Radan leisten. Sie hatte auch durch ihre ausgezeichneten Kontakte als Wissenschaftlerin heimliche Verbindungen zu den Forschern von Kopernikus aufgebaut. Deswegen verfŸgte ihr Schiff fast von Anfang an Ÿber modernste Technologie und konnte so fast ungeschoren ihren ersten RaubzŸgen nachgehen. Schnell hatte sie durch ihre erfolgreichen BeutezŸge eine kleine Flotte von Schiffen aufgebaut und viele Abenteurer und GlŸcksritter angeworben. Dabei war sie so geschickt eine eigene Piratenkultur mit aufzubauen. So schlug man sich mit der Faust gegen das Kinn wenn man sich begrŸ§te. Aber das war nur eine kleine Einzelheit in der gro§en Organisation die Tipa Riordan gedachte zu formen. Nur hinter ihr Geheimnis das sie nicht mehr so ganz sterblich war dank ES kam niemand.
Nach ihrem plštzlichen Tod durch einen Unfall wachte Tipa im Vollbesitz ihrer geistigen KrŠfte in der Halle in der Maschinenstadt auf und trat zusammen mit der Energiekugel namens ES noch einmal durch das Portal. Sie stellte schnell mit ihrer AusrŸstung fest das die Romanserie namens Perry Rhodan fest etabliert war und sich allmŠhlich dem Band 2500 nŠherte. Die beeindruckende Gestalt mit dem blauen Flachsumhang und dem kalkweissen Gesicht mit kšrniger Hautfarbe und den dicken Strichen, die die Augenbrauen waren begleitete die Autoren immer noch. ES bezeichnete ihn als alternatives Ich seiner selbst. Er versprach Tipa Kontakt mit ihr zu halten. Sie sollte nur darauf achten das mit dieser Serie alles gut ging, damit die Menschen dieser Erde einen Einblick in die Geschichte des Universums hatten aus dem ES stammte. Er verabschiedete sich von Tipa und verschwand durch das Portal und Tipa nahm ihren Dienst auf.
Diese Gestalt schien sehr massiv zu sein und hatte auch einen kantigen, fast viereckigen Kopf. Er erschien immer dann wenn sich die Autoren trafen. Tipa Riordan registrierte erstaunt das er fast immer schweigsam stehen blieb, nur manchmal bewegte er sich. Nach ein paar Jahren als WŠchterin konnte sie vielleicht verstehen, warum er hier war. Als sie einmal durch eine der schmutzigen Gro§stŠdte streifte, fiel ihr auf das dieser ES durchaus auch in ihrer NŠhe auftauchte. Auf einmal stand er vor ihr und sagte:ÒWarum wirst du nicht so jemand wie ich es einmal war. Zumindest kšnnen sie dich nicht erwischen wie so manche von den Rhodan Fans hier. Dann verfiel er wieder in Schweigen und wandte sich wieder seinen eigenen unergrŸndlichen Wegen zu. Tipa dachte noch lange nach ehe sie sich dazu entschloss. Denn immer mehr schien es ihr als wenn von hier aus alles ausgegangen war und sie das GlŸck hatte in einer richtigen materiellen Welt zu leben als WŠchterin. Das teilte sie dem anderen ES aus der Welt des Solaren Imperiums auch deutlich mit. Dieser sagte nur kurz und knapp was solls. Meine Welt ist genauso real wie diese primitive Erde mit ihren zerstrittenen Nationen. Nun du kannst dort tun und lassen was du willst in gewissen Grenzen. Ich habe das gespŸrt das du diesem ES folgen willst wie so viele auf dieser Erde. Willst du vielleicht auch eine Superintelligenz werden wie so viele Rhodan Fans? Nur zu, du wirst sehen das ist gar nicht so leicht dort wo doch das Psionische so schwer zu erfassen ist und hast du gemerkt wie sie Menschen dort jagen die sich dem †bersinnlichen zugewandt haben? Denen kannst du vielleicht helfen mit den technischen Mitteln die ich dir mitgegeben habe. Werde mir nicht untreu und bleibe eine WŠchterin, auch wenn du die Pfade dieses ES beschreiten willst. Also viel GlŸck Tipa, du wirst es brauchen.