Lorelei

 

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Die Entdeckungsgeschichte des Planeten Hygas ist in unzähligen Publikationen breitgetreten worden. Ich fasse hier die nötigsten Fakten zusammen.

Anfang des 21.Jahrunderts wurden drei Planeten als Begleiter des Sternes Gliese ausgemacht.

Der zweite weist einen um fünfzig Prozent größeren Radius als die Erde auf und ist fünfmal so schwer. Die Planetenoberfläche, so ließen erste Spektralanalysen vermuten, ist felsig und meerumschäumt.

Dieser Planet umkreist Gliese 581 alle 13 Tage. Der Rote Zwerg ist zwar kleiner und kälter als die Sonne, der Planet befindet sich jedoch 14-mal näher an seinem Mutterstern als die Erde an ihrem, sodass auf seiner Oberfläche gemäßigte Temperaturen zwischen null und vierzig Grad Celsius herrschen. Somit befindet sich der Planet in der so genannten bewohnbaren Zone, also dem Gebiet um einen Stern, in dem Wasser flüssig sein kann- glaubte man.

Entgegen erstlautender Meldungen wurde rasch klar, dass der dritte Planet kein Anwärter für Leben sein konnte.

Er weist Gliese immer dieselbe Seite zu, was ein thermisches Chaos auf seiner Oberfläche anrichtet. Durch die fehlende Eigenrotation ist das Magnetfeld unterentwickelt und bietet keinen Schutz vor dem Anprall harter Strahlung, und zuletzt wurde deutlich: der Planet gleicht eher einem kleinen Neptun als einer großen Erde: über einen kleinen festen Kern türmt sich ein Atmosphäre von 3000 km Dicke: was den Planeten zu einem Gasplaneten macht.

Ein dritter, anhand der Datenlage vermuteter Planet wurde 2011 entdeckt. Er hat die 8 fache Erdmasse, und kam als Kandidat für Leben nicht in Frage.

In der Folge wandte sich das Interesse der Forschung von Gliese 581 ab.

Groß war deshalb die Überraschung als man im Jahre 2022 einen vierten Gliese Planeten entdeckte.

Er ist erdgroß, und meerumschäumt. Man nannte ihn Hygas.

Und es ist dieser vierte Planet, der sich in Sachen „ Leben im All“ als Volltreffer erwies…

 

 

2

 

Ich traf als Ablöse des Stationskommandanten, zusammen mit einer militärischen Begleitung und einem Team von Exochirurgen am 12.Mai 2468 im Orbit von Hygas ein. Unser Schiff die WETTERSTRAHL war ein Schwesterschiff der STERNENSCHUSS, die seit 7 Erdjahren um Hygas kreiste.

Eine 30jährige Reise, lag hinter uns. 29 Jahre hatten wir im Tiefschlaf verbracht.

Die letzten 150 Tage des Anfluges waren mit der Wiedererlangung unserer körperlichen und mentalen Fähigkeiten sowie dem Abbremsmanöver ausgefüllt gewesen.

Und natürlich mit der Freude, dass auf Station Hygas Alpha, des einsamsten Vorposten der Menschheit, jeder wohlauf auf.

Die Erforschung von Hygas und des Lebens auf ihm, besonders des zahlreich vertreten quasi-intelligenten Krakenwesen, den die Wissenschaft den Namen Dezipoda Hygas gegeben hatte, war zügig vorangeschritten. Die STERNENSCHUSS war gründlich überholt worden und zur Rückreise bereit.

Alles schien perfekt- bis auf eine Ausnahme.

Von ihr erfuhr ich, noch im Raumanzug, beim Empfang durch den stellvertretenden Kommandanten der Station, Leutnant Jeremias Strange, einem untersetzen Mann mit rotem Bauerngesicht.

Er trat aus dem kleinen Begrüßungskomitee, das uns vor der Stations- Schleuse erwartete hervor, und schüttelte mir lange die Hand.

Mein Blick ging über seine Schulter hinweg.

„Wo bleibt der Major? Es ist mir aufgefallen, dass er ihnen bereits den Funkverkehr überließ. Legt er so wenig wert auf unsere Ankunft?“. In meinen letzten Worten lag Ironie.

Die ernste Miene Stranges belehrte mich, dass sie unangebracht war.

„Oh- ich dachte sie wüssten…?“, setzte er an.

Ich musterte den kleinen, bulligen Mann. Ein ungewöhnlicher Ernst war in seine Miene getreten.

„Nun- was sollte ich ihrer Meinung nach wissen?“

Der Major ist, äh, wie soll ich sagen: unpässlich.“

Ich hob die Brauen.

„Etwas Ernstes?“

„Unser Stationsarzt ist ratlos. Auch unser Exobiologe. Wurde ihnen nicht mitgeteilt, dass der Major ein Grund ihrer Expedition ist?“

„Nein.“, sagte ich verblüfft.

„Die Exochirurgen in ihrem Team sind unter anderem wegen Major Lowrys Fall da.“

„Das wäre doch seltsam. Der Major ist, so weit ich weiß ein Mensch.“, versuchte ich es nun mit einem Scherz.

„Das schon…“, war die ernste Antwort.

Ich wandte mich zu meinen drei Exochirurgen um.

„Haben sie davon gewusst, meine Herren?“

Ihr Kopfschütteln signalisierte mir: Nein.

„Dann ging die Geheimhaltung dieser Sache weiter als ich dachte.“, murmelte Strange.

Ich fixierte ihn.

„Ich denke sie sind mir eine Erklärung schuldig.“

Strange trat verlegen von einem Bein auf das andere. Er hatte nicht erwartet lange Erklärungen abgeben zu müssen. Man sah wie er überlegte. Schließlich entschied er sich die Form des offiziellen Empfangs zu wahren.

„Nach dem Empfang, Commander. Essen wir. Lernen wir uns erst einmal etwas kennen.“

„…Wenn sie meinen. Noch haben sie das Kommando.“

 

3

 

Nach dem Begrüßungsessen, stand eine kleine Feier auf dem Programm. Doch ich fand keine Ruhe.

Ich stellte mein Sektglas ab und nahm Strange zur Seite:

„Ich halte nicht viel von Geheimnistuerei, Leutnant. Besonders wenn sie unangebracht ist. Und das ist sie, spätestens seit unserer Landung. Führen sie mich zum Major.“

„Nun, gut. Es ist vielleicht besser, wenn sie ihn vorerst alleine sehen.

Der Stationsarzt, ein älterer Herr mit weißem Schnauz und diskretem Auftreten, schloss sich uns auf einen Wink Stranges hin an. Er begleitete uns durch die langen Gänge von Gliese Alpha.

Eigenartigerweise verlor Strange auf den gesamten Hinweg kein Wort über Lowry: vielmehr dozierte er über die Dezipoda Hygas.

„Unsere Exobiologen sagen, die Hygaskraken besitzen nonverbale Intelligenz. Sie zeigen darüber hinaus soziale Verhaltensweisen und etwas, dass sie als Tanz identifiziert haben wollen. Erklären sie es ihm, Doktor.“

Der Arzt erklärte es geduldig.

Ich hörte nur mit halbem Ohr hin. Nicht, dass mich die Kraken nicht interessierten- im Gegenteil.

Aber ich wusste zu gut, wie sehr die Fachwelt seit der ersten Expedition nach Hygas wegen der Intelligenz dieser Tiere uneins war.

Wenn es Tiere waren.

Mir war bei der Lektüre der einschlägigen Literatur manchmal das Gefühl gekommen, dass man den Kraken mit aller Gewalt Intelligenz andichten wollte: aus Enttäuschung darüber, dass man keine Zivilisation auf diesem Planeten vorgefunden hatte. Nun, ich konnte mich irren.

Nach einer kurzen Abhandlung über das komplexe Liebesverhalten der Kraken, hielt Strange vor einer schweren Stahltür.

Er sagte verlegen: „Wir haben ihn im Notfallbunker untergebracht. Dort schien er uns am sichersten. Erschrecken sie nicht. Vor dem Behälter mit der Nährflüssigkeit finden sie eine Tastatur mit der sie in der Lebensgeschichte des Captains navigieren können.“

„Lebensgeschichte?“

„Er hat so eine Art Geständnis abgelegt. Eine Beichte.“

Beichte…Behälter…Nährflüssigkeit…ich verstand nur noch Bahnhof.

Doch angesichts der aufschwingenden Tür verzichtete ich auf jede weitere Frage.

„Wir lassen sie vorerst besser mit ihm alleine.“, meinte der Arzt.

Verwundert drehte ich mich zu den beiden um. Sie standen mit ernsten Mienen im Rahmen der Tür.

Dann schwang sie zu.

Der betonierte Raum war kahl. Einige armdicke Kabel liefen zu einem aufgebockten, länglichen Behälter.

Ich trat näher.

Vor mir lag Major Tom Lowry. Ich hatte sein Gesicht, obwohl um einiges älter, sofort erkannt.

Nach einem langen Blick auf den Körper in der Flüssigkeit( sie glich dem Ozeanwasser von Hygas) rückte ich einen Bürosessel heran, setzte mich und drückte die nächstbeste Taste.

Lowrys Stimme erscholl. Ich navigierte zu den Stellen seiner Beichte, die von Interesse waren und Aufschluss über seinen Zustand geben mochten.

Der Major, das war bekannt, war der einzige Mensch, der die Expedition zu Gliese zweimal mitgemacht hatte. Nicht lange nach seiner Rückkehr zur Erde hatte er sich, für viele überraschend, erneut um die Leitung einer Gliese- Expedition bemüht.

Dass Lowrys letzter Mitbewerber um diesen Posten kurz vor dem entscheidenden Vergleichstest verstorben war, hatte in den Medien für einiges Aufsehen gesorgt, doch letztlich war er als Kommandant der STERNENSCHUSS bestätigt worden und aufgebrochen.

Unter großer Anteilnahme der Bevölkerung. Reden waren gehalten worden, eine Kapelle hatte gespielt.

Ich selber hatte als Kind in der Menge gestanden. Er war mein Held gewesen.

Das lag nun beinahe 4o Jahre zurück.

Ich konzentrierte mich auf seine Stimme.

Der interessante Teil der Beichte setzte nach seiner Rückkehr von der ersten Gliese Expedition ein. Major Lowry sprach von leeren Jahren, trotz einer schönen Frau und Haus. Er sprach von seiner Sehnsucht nach Hygas, dem Wasserplaneten.

Die Stimme meines Helden drang aus dem Audiogitter neben der Tastatur.

…Ich konnte nicht schlafen, begab mich auf die Terrasse und trat an das Teleskop.

„Lorelei“, murmelte ich, während ich das unscheinbare Fünkchen namens Gliese suchte.

„Lorelei.“

Es war natürlich nicht der irdische Name gewesen, aber seine ersten Laute, hatten so geklungen. Sie hatten in meinem Hirn vibriert und getönt, und mich in eine Art Rausch versetzt.

Und als der Kraken wenig später das erste Mal vor mir aufgetaucht war, hatte ich ihn danach benannt: Lorelei. Und von der ersten Sekunde an war da diese Wärme gewesen, die unsichtbare Gegenwart von etwas unbeschreiblich Schönem.

„Was lässt dich denn nicht schlafen?“

Erschrocken fuhr ich herum. Ich hatte Lara nicht kommen gehört.

„Die Sterne.“, sagte ich knapp.

„Deine Erlebnisse auf Hygas?“

„Vor allem die.“

„Und du siehst dir den Stern jetzt an?“

„Ja.“

Lara trat neben mich.

„Darf ich?“

„Nur zu.“

Sie legte das Auge ans Okular und sagte: „Wau. Das ist eine Pracht. Welcher ist es?“

„Der kleine, orange- rote im Sternbild Waage.“

„Das ist zwar mein Sternzeichen, doch du darfst nicht erwarten, dass ich ihn finde.“

„Natürlich nicht- entschuldige.“

Ich schaltete das virtuelle Fadenkreuz dazu.

„Oh. Dieses kleine Fünk[mp1] chen?“

„Ja.“

„Und auf ihm hast du sieben Jahre verbracht?“

„Nicht auf ihm. Das ist Gliese seine rote Sonne. Hygas kreist um dieses Fünkchen. Wie unsere Erde um die Sonne.“

Ungeduld lag in meiner Stimme, und Lara wandte sich um.

Sie sagte gedehnt:

„Alles…klar.“

Sie blickte nicht wieder in das Teleskop, und ging ins Haus.

Mochte sie. Was wusste sie schon von den Weiten des Alls, was wusste sie von einer Liebe die nichts mit weiblichen Formen zu tun hatte.

Doch wie sollte ich Lara beibringen, dass ich einen Kraken liebte? Und dieser mich. Mit einer Wucht, die mich umgehauen, und mich gezwungen hatte ihn wiederzulieben? Wie sollte ich ihr erklären, dass in den zehn samtweichen Tentakeln Loreleis eine Zärtlichkeit lag, wie ich sie noch bei keiner irdischen Frau angetroffen hatte? Wie sollte ich ihr sagen, dass diese Hygas –Kraken keinen Schnabel hatten, sondern Lippen wie Menschen, freilich über rasiermesserscharfen kleinen Kegelzähnen gelegen, aber von einer Konsistenz, dass, drückte man die seinen drauf, einem die Sinne schwanden?

Und zu guter letzt: wie würde Lara wohl reagieren, wenn ich ihr von den Liebesspielen berichtete, die ich mit Lorelei ohne Wissen meiner Crew und des Wissenschaftsteams in den warmen Wassern von Hygas zelebriert hatte?

Ich hatte bis zu diesem Abend auf der Terrasse meines Bungalows keine Sekunde lang mit dem Gedanken gespielt, je zum Ort meiner Sehnsucht, in die zehn himmlischen Tentakel Loreleis, zurückzukehren. Man nimmt einen Astronauten für eine solche Expedition nicht zum zweiten mal. Zwei weitere 29 jährige Tiefschlafphase waren gesundheitlich nicht ohne Risiko. Und dann: ich war nicht mehr der Jüngste. Es gab hunderte, agilere Anwärter auf diesen Job. Andererseits gab es nur einen Menschen, der die Hygas Kraken so verstand wie ich…

Nein: Ich durfte mit dieser Sache nicht länger hinter dem Berg halten. Wenn ich wieder nach Hygas wollte, musste ich meine Liebe den zuständigen Behörden melden…

Ich navigierte zum 22.November 2399 dem Starttag der STERNENSCHUSS.

Lowry erzählte: „…alle waren versammelt. Auch Drolles der Geheimdienstchef. Außer ihm und einigen Männern wusste niemand von meinem Erlebnis mit Lorelei. Der Tod meines Mitbewerbers lag mir noch im Magen. Ich hatte Drolles zur Rede gestellt. Der hatte nur dünne gelächelt und gesagt: „Sie, und nicht er, fliegen nun. Das wollten wir erreichen, nicht?“

Ich winkte Lara zu. Es war ein Abschied für immer. Ich würde nicht nach 67 Jahren zurückkehren, und dem Geheimdienst Bericht erstatten, wie Drolles hoffte. Ich hatte vor auf Hygas zu bleiben.“

Es folgten einige Angaben zur Reise selbst. Die übersprang ich und langte beim ersten Tauchgang des Majors an. Man hatte ihn zur Zeit der größten Sonnenflecken angesetzt, wenn das Licht Glieses schwach wird, und die Kraken ihren Tanz beginnen.

Lowry hatte sich von seinen Begleitern abgesondert, als er, zu seinem Entzücken, die mentale Stimme Loreleis vernommen hatte.

Diese Aufzeichnung war direkt auf das Helmgerät des Taucheranzuges gesprochen und beschrieben die letzten Minuten im bewussten Leben des Majors.

„… Meine Kameraden hören mich jetzt nicht mehr. Ich habe den Helmfunk ausgeschaltet. Ich spüre Loreleis Anwesenheit. Sie ist nicht unter dem Schwarm der Kraken den die anderen nachjagen. Sie ist hier. Alleine. Und wartet auf mich. In dieser Höhle… Diese sieben großen Augen, in ihrem fluoreszierendem Orange...das muss sie sein… Bist du es? Was frag ich. Sie ist es. Da. Hallo Lorelei…lange nicht gesehen. Sie gleitet auf mich zu, die zehn Krakenarme schweben um ihren Kopf wie eine irre Frisur…sie kommt näher…Himmel diese Wärme…endlich bin ich bei dir…in deinen Armen…ja…seid umschlungen Tentakel…nehmt mich…so ist es gut…“

4

 

Damit endeten die Aufzeichnungen des unseligen Mannes.

Ich erhob mich und warf einen letzten Blick auf die Gestalt in der Nährflüssigkeit.

Auf Lowrys Gesicht lag ein friedlicher, beinahe erlöster Ausdruck.

Als würde er sich über den fremden Schatz freuen, den er so sichtbar austrug.

Bis zur Brust war er Mensch. Unter den Brustwarzen mündete Major Lowrys Körper in eine dichte Traube von faustgroßen Eiern. Sie wirkten wie Fischlaich. Die einzelnen Bälle waren durchsichtig, und die schwarzen Kerne blickten wie Augen.

Aus dem unteren Ende dieser Traube ragten seine nackten Beine.

Durchleuchtungen hatten ergeben, dass die Krakeneier mit den inneren Organen des Majors eine Symbiose eingegangen waren, so, dass wesentliche Funktionen erhalten und Lowry am Leben blieb.

Sein Gehirn war organisch unversehrt, nur: die höheren Regionen arbeiteten nicht mehr.

Einzig der lebenswichtige Hirnstamm gab seine Impulse an das Nervensystem weiter.

Es war als seien Lowrys Geist und seine Psyche verschwunden. Auf Urlaub. Als lägen beide irgendwo unter einer fremden Sonne und hätten es nicht eilig mit der Rückkehr.

Die Tür schwang auf, und die Exochirurgen traten herein. Ihre Gesichter verrieten mir, dass sie instruiert worden waren. Der Stationsarzt und Strange folgten ihnen.

„Es ist so weit, Sir. Wir würden nun gern die Krakeneier entnehmen.“, erklärte Fabius einer der Exochirurgen.

„Ja, ja.“, antwortete ich abwesend. „Tun sie, was sie müssen.“

Fabius meinte: „Wir wissen nicht, ob der Major diesen Eingriff überlebt, Commander. Doch wir brauchen die Eier. Sie sind befruchtet. Haben eine Tripelhelix, wie wir soeben erfuhren. Hochinteressante Sache und wir sind sehr gespannt, was heraus kommt, wenn es uns gelingt sie auszubrüten. Wir versuchen es hier…und daheim. Drei der Eier gehen mit der STERNENSCHUSS zurück zur Erde. Wirklich hochinteressante Sache.“

Strange deutete auf Lowry, um den sich bereits die Mediziner scharten.

„Sie kennen die Story jetzt?“

Ich nickte

„Was sagen sie dazu?“

„Nun, lassen sie es mich so sagen, Strange. Liebe ist anscheinend nie uneigennützig…und zwar nirgendwo in diesem ganzen, großen, verdammten Weltall. So: und jetzt geh ich feiern.“

„Das ist ein Wort, Commander.“, strahlte Strange, der sich freute, dass ich die Angelegenheit von dieser Seite nahm.

Er begleitete mich zur Empfangsparty zurück.

Und diesmal redete er über Weinsorten.

Ende

 


 [mp1]Das Sternbild Waage kommt zurzeit am späten Abend am Südosthorizont zum Vorschein. Mit einem Amateur-Teleskop stößt man nach aufwändiger Suche auf ein kleines rot-orange- farbenes Sternchen mit der Katalognummer Gliese 581. Ein unscheinbares Pünktchen, das in der funkelnden Nachbarschaft untergeht